Informationen für den PraxisalltagWählen Sie:Informationen für den Praxisalltag >> Anlaufstellen bei Problemen >> Sensomotorische Entwicklung >> Bewegungsentwicklung >> Entwicklung der Fortbewegung (Lokomotion) >> Meilenstein in der frühkindlichen Entwicklung >> Informationen für den PraxisalltagBeobachten Sie die Bewegungsqualität und -quantität - Zeigt das Kind altersadäquate Bewegungen?
- Die geringste Lageveränderung stellt für den Säugling eine Gleichgewichtsaufgabe dar. Passt er sich der jeweiligen Situation adäquat an und adaptiert sich an die entsprechende Unterstützungsfläche?
- Zeigt ein Säugling selbständig Bewegungsübergänge oder wird er von den Eltern jeweils in die entsprechende Position gebracht?
- Kleider sollten die Bewegungen nicht einschränken, die Gliedmassen sollen frei beweglich sein
- Das Kind soll unterschiedliche Materialien kennen lernen (Plastik, Holz usw.)
Anlaufstelle bei ProblemenAllgemeine Probleme in der Entwicklung Schicken Sie das Kind zu einem Pädiater. Nach eingehendem Befund wird möglicherweise eine Therapie verordnet (Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie etc.) Schluckprobleme Angeboten werden Abklärung, Therapie und Beratung bei Störungen der Nahrungsaufnahme ab Säuglingsalter (Probleme des Saugens, Kauens und Schluckens). Siehe dazu auch den Flyer. Kontakt bei Schluckproblemen: Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB) Abteilung Logopädie 4058 Basel Tel. 061 685 61 94 Schrei-Kinder Die Schreisprechstunde am UKBB ist eine interdisziplinäre Spezialsprechstunde für Eltern mit Kindern von 0 bis ca. 4 Jahren, die an Schrei-, Schlaf- oder Essproblemen oder einer schwierigen Eltern-Kind-Beziehung leiden. Kontakt bei Schreikindern: Sprechstunde nach Vereinbarung Dienstag Nachmittag Notfälle - nach Absprache - jederzeit Tel. 061 685 65 65 (UKBB) oder Tel. 061 685 21 21 (KJUP) Sensomotorische EntwicklungMit sensomotorischer Entwicklung ist die dynamische Wechselwirkung von Wahrnehmungen (über Sinnesreize) und reaktiver Bewegung (über das neuromuskuläre Zusammenspiel) gemeint. Die Entwicklung beinhaltet: Reifung, Wachstum und Lernen. Sie findet in vielen Bereichen statt u.a. kommt es zur: - physiologischen Entwicklung der Körperstrukturen
- Bewegungsentwicklung
- Wahrnehmungsentwicklung
- Sozialentwicklung
- psychischen Entwicklung
- geistigen Entwicklung
- Sprachentwicklung
Entwicklungsphasen sind Abschnitte eines einheitlichen Entwicklungsverlaufes, die durch anschaulich hervortretende Entwicklungsmerkmale deutlich voneinander abhebbar sind. Entwicklung verläuft immer vom Groben zum Feinen, vom Einfachen zum Komplexen.
BewegungsentwicklungBewegung ist das Lebenselement des gesunden Kindes. Es lernt die Gegenstände seines nahen und weiteren Lebensraumes durch Be-greifen, Be-tasten, Be-handeln und Be-sichtigen. Seine koordinierten Bewegungen dienen bereits zur Lösung bestimmter Aufgaben und werden damit zur Quelle kognitiver Prozesse. Die motorische Entwicklung verläuft: - Von Kopf nach Fuss (cranio-caudal) in der Bauchlage (BL)
- Von Fuss Richtung Kopf (caudal-cranial ) in der Rückenlage (RL)
- von Innen nach Aussen (proximal nach distal)
- von der Grobmotorik zur Feinmotorik
- von der Beugung (Flexion) zur Streckung (Extension) in BL
- von der Streckung (Extension) zur Beugung (Flexion) in RL
- von der Symmetrie zur Asymmetrie
Schauen Sie sich auch die Bewegungstipps auf der Seite Angebote für Eltern an. Globales Ziel der Bewegungsentwicklung ist die Aufrichtung gegen die Schwerkraft in die Vertikale (Höhe). Entwicklung der Fortbewegung (der Lokomotion)- Drehen zur Seite
- Robben
- Wippen im Vierfüsser
- Kriechen
- Bärengang / Vierfüsser
- Aufstehen
- an Möbeln entlang hangeln
- frei Gehen
Bis zum Ende des 12. Monats sollten Kinder sich irgendwie fortbewegen können! Meilensteine in der frühkindlichen EntwicklungMeilensteine sind Aktivitäten, die ein normales Kind in bestimmten zeitlichen Stadien erreicht. Einige Stadien der Entwicklung markieren die Erlangung bestimmter wichtiger Faktoren, die das Kind auf neue und komplexere Aktivitäten vorbereiten. Die Tabelle zeigt diese Meilensteine der frühkindlichen Entwicklung in der Übersicht. >>pdf Wie wird die Beurteilung der Motorik beurteilt? Die Motorik wird sowohl quantitativ wie auch qualitativ beurteilt. Quantitative Merkmale sind das zeitliche Auftreten und die Leistung. Qualitative Kriterien sind objektiv schwieriger zu erfassen, aber enorm wichtig um den Entwicklungsstand eines Kindes beurteilen zu können. Mögliche Merkmale sind die Ökonomie und die „Glattheit“ der Bewegungen, die Adaptabilität (Anpassungsfähigkeit an z.B. unterschiedliche Unterstützungsflächen), assoziierte Bewegungen und die Variabilität die ein Kind innerhalb verschiedener Bewegungen zeigt. Ein „gesundes“ Bewegungsgeschehen beinhaltet nebst einem „normalen Bewegungsmuster“ einen angemessenen Muskeltonus, eine gute Koordination und eine gute sensorische Rückmeldung. Als Fachperson ist es entscheidend nicht nur das quantitative Auftreten einer Bewegung zu beurteilen, viel mehr ist es wichtig, die Qualität zu beobachten und zu beurteilen. Ein Kind muss Variationen in den Bewegungsmustern zeigen, z.B. ob es verschiedene Sitzpositionen einnehmen kann oder zeigt es stereotype Bewegungen? Lernen und Entwicklung Das Lernen im ersten Lebensjahr des Kindes beruht im Wesentlichen auf der Bewegungsentwicklung und bildet eine Grundlage für seine gesamte Persönlichkeitsentwicklung. Der Säugling lernt „im Lauf seiner Bewegungsentwicklung nicht nur sich auf den Bauch zu drehen, nicht nur das Rollen, Kriechen, Sitzen, Stehen oder Gehen, sondern er lernt auch das Lernen. Er lernt, sich selbständig mit etwas zu beschäftigen, an etwas Interesse zu finde, zu probieren, zu experimentieren. Er lernt Schwierigkeiten zu überwinden.“(Pikler, 1982, S.35) Spielentwicklung Der Sinn des kindlichen Spiels liegt in der Handlung selbst. Nur ein Kind, das sich wohl und geborgen fühlt, spielt. Das Spiel drückt den Entwicklungsstand des Kindes aus. Jedes Kind räumt Anfang des zweiten Lebensjahres Behälter ein und aus und baut mit etwa anderthalb Jahren Türme. Die Abfolge des Spielverhaltens ist bei allen Kindern gleich. Im ersten Lebensjahr lernen die Kinder die Gegenstände kennen, mit denen sie im Alltag in Berührung kommen. Sie sammeln Erfahrungen über die physikalischen Eigenschaften der gegenständlichen Umwelt über den Mund, über die Hände und die Augen. (Largo R) Schauen Sie sich auch die Spielideen unter Angebote für Eltern an. |